EMDR-Traumatherapie

EMDR-Traumatherapie

Manche Ereignisse der Biographie haften schwer und dunkel auf unserer Seele. Wir werden nicht los, was wir so gern loswerden würden. Erinnerungen, Bilder, Geräusche, Gerüche und Gedanken verarbeiten, dafür steht unsere EMDR-Traumatherapie. 

Was ist ein Trauma ?

UNSERE THERAPEUTINNEN

Der Begriff Trauma bedeutet WUNDE und kommt aus dem Griechischen. 

Jede Wunde, ob körperlich und/oder seelisch trifft einen Menschen unterschiedlich stark. Sie kann durch ein oder mehrere traumatische Ereignisse entstanden sein und erschüttert und verändert das Leben fundamental. Die zur Verfügung stehenden psychischen Schutzmechanismen zur Abwehr der psychischen Belastungen reichen nicht aus und das Gehirn wird durch überwältigende Stressreaktionen immer wieder überflutet.

Die Erlebnisse können nicht verarbeitet und „abgelegt“ werden, wodurch eine gesunde Distanz zu einem traumatischen Ereignis nicht stattfinden kann. Trigger, die Erinnerung auslösende Situationen im „Hier und Jetzt“, führen zu einer Inszenierung des früheren Trauma-Ereignisses und lassen den Menschen erleben und fühlen wie zum Zeitpunkt des Traumas.

Dieser Ablauf kann zu folgenschweren Beeinträchtigungen des gesamten Körpers führen, da durch das sehr hohe Stressniveau der Körper stets auf „Alarm“ steht. Erholung im Schlaf, Entspannungsphasen während des Tages sind selten und das Frustrationstoleranz meist sehr niedrig. Patienten fühlen sich häufig wie in einer Art Dauerkampf mit sich selbst und ihrem Alltag.

Die Art der traumatischen Ereignisse können sehr unterschiedlich sein, zeigen sich jedoch meist durch ihre Schwere und individuelle „Unverarbeitbarkeit“. Ob Naturkatastrophen, Erkrankungen, Erfahrungen erheblicher psychischer oder körperlicher Gewalt, traumatische Trauer durch Verlust- oder Vernachlässigungserfahrungen; das Leiden ist stets individuell und bedarf daher der individuellen therapeutischen Unterstützung.

Begeben Sie sich ausschließlich bei dafür ausgebildeten Therapeuten in Behandlung !

Infos rund um EMDR

Entdeckt wurden die Verarbeitungseffekte in den frühen 1970-ern durch Dr. Francine Shapiro, die die Methode weiterentwickelte zum heutigen EMDR. In den USA wurde EMDR bei den traumarisierten Vietnam-Veteranen eingesetzt und wurde schnell zur international anerkannten Methode zur Behandlung von Patienten mit posttraumatischen Belastungsstörungen (Traumafolgestörungen). Seit dem 16.10.2014, wurde, durch den G-BA-Beschluss (Gemeinsamer Bundesausschuss), EMDR als Behandlungsmethode in die therapeutische Behandlung im Rahmen des Richtlinienverfahrens übernommen. 

Die Berufsgenossenschaften arbeiten schon seit langem mit Behandlern zusammen, die über eine entsprechende Ausbildung verfügen. Sollten Sie daher einen Unfall o. ä. im Rahmen Ihrer beruflichen Tätigkeit erlebt haben, helfen die Berufsgenossenschaften bei der Therapeutensuche und übernehmen die Kosten der Behandlung.

Was ist EMDR ?

Es handelt sich beim EMDR um eine eigenständige Behandlungsmethode, die keine Verbindung zur Hypnose hat.

Wörtlich übersetzt bedeutet es:

EEye                                Augen

MMovement                  Bewegung

DDesensitization          unempfindlich machen      

RReprocessing              Wiederaufbereitung

Das zu verarbeitende Ereignis findet explizit Betrachtung. Der Körper und die Psyche lernen hierbei, für die Belastungen des Ereignisses unempfindlicher zu werden. Durch die Wiederaufbereitung und Neubewertung kann es verarbeitet werden. 

Die Basis für eine EMDR-Behandlung ist das Gefühl des Patienten, sich im therapeutischen Setting sicher zu fühlen. Der Ablauf einer EMDR-Sitzung ist strukturiert. Vergleichbar mit dem natürlichen Verarbeitungsablauf für Erlebnisse während der REM-Phase im Schlaf, werden in einer EMDR-Sitzung, durch die Hin- und Her-Bewegungen des Finger, die Augen in eine schnelle recht-links-Bewegung gebracht. Damit erfolgt eine bilaterale Stimulation der Hirnhälften.

Die im Modell der adaptiven Informationsverarbeitung (Shapiro, 2001) blockierten bzw. unvollständig integrierten Erinnerungsnetzwerke im Gehirn, werden durch die bilaterale Stimulation neu gebildet und als hilfreiche Hirnstrukturen „in Betrieb“ genommen. So werden Ereignisse verarbeiten und verlieren ihren immer wieder real erlebten Schrecken, zum Wohle Ihrer gesamten gesundheitlichen Stabilität.

unsere therapeutinnen

Sabine Wery von Limont
Dr. Antje Fehr
Anne Wibben
Isolde Schaffitzel

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